Presse - Interviews & Beiträge

Interview zum Buch "Das Schönste an uns sind wir!"

Lesen Sie hier vom Interview zum Buch von Frau Hastrich und Frau Lueg mit dem Titel "Das Schönste an uns sind wir! Was uns ab 50 bewegt und beflügelt."

Zum Lesen, hier klicken!

Die Autorinnen Christiane Hastrich und Barbara Lueg interviewten mich imJahr 2018 zu Ihrem Buchthema "Fünfzig werden". In dem entstandenen Buch können Sie eine Zusammenfassung dieses Interviews lesen.

Auch andere geschätzte Kollegen und Kolleginnen kommen als Experte/innen zu Wort. Ein sehr empfehlenswertes Buch, für alle Menschen ab fünzig, die eine neue Inspiration suchen und bestimmte Erlebnisse einordnen möchten.

 

Buch-Inhalt: Fünfzig werden - eine Zäsur im Leben. Der Blick in den Spiegel wird kritischer, manchmal ernüchternd. Wir schauen auf neue Dellen am Oberschenkel, liebäugeln mit Ponyfransen für die faltendurchwebte Stirn, trinken aber lieber doch erst mal ein kaltes Glas Rosé. Der Körper verändert sich, ja, die Leichtigkeit der Jugend schwindet. Doch etwas in uns nimmt auch Anlauf. Wir sind ja mittendrin. Und fühlen uns manchmal präsenter denn je.

Autorin Christiane Hastrich, geboren1965 im Rheinland, studierte Japanologie und Personalmanagement und arbeitet als Fernsehredakteurin im aktuellen Nachrichtengeschäft. Als wiederverheiratete Patchwork-Mutter von fünf erwachsenen Kindern pendelt sie zwischen Franken und München.

Autorin Barbara Lueg, geboren 1965 im Rheinland, studierte Kunstgeschichte und Politik und arbeitet als Fernsehreporterin für aktuelle Nachrichten und längere Dokumentationsformate. Sie wohnt mit ihren beiden Söhnen in München, ihre Tochter studiert in Hamburg. Vom Vater der Kinder getrennt, lebt sie seit vielen Jahren mit einer Frau.

 

Buch-Details:
Christiane Hastrich, Barbara Lueg / Das Schönste an uns sind wir / Sachbuch, 336 Seiten, Klappenbroschur mit gestalteten Umschlaginnenseiten, 13,5 x 20,5 cm

€ 16,00 (D) | € 16,50 (A) | ISBN: 978-3-96161-006-8, WG 1973, Erschienen am 9. März 2018

 

Feedbacks:

„Wer das Buch liest, kommt viel leichter durch die Lebensphase durch.“ Laviva

„Ein tolles, sehr persönliches Buch über das Leben ab fünfzig.“ SR 3

»Eine prima Mischung – und ein nettes Geschenk für eine gute Freundin.« DONNA

»Unglaublich lebensgeschichtlich« tz

»Spannend!« Bild der Frau

»Ein sehr schönes und gelungenes Buch.« Markus Lanz

 

 

Beitrag für Zeitschrift "freundin"

Lesen Sie hier meinen kurzen Rat in der Rubrik "Experten beantworten knifflige Fragen" in der Ausgabe 25/216 der Zeitschrift freundin.

Zum Lesen, hier klicken!

--- Zitat-Anfang, Seite 16, Ausgabe 25/216 der Zeitschrift freundin ---

"Wie macht ihr das eigentlich?
Es gibt Situationen in denen wir nicht so genau wissen, wie "sich richtig verhalten" geht. Deshalbt beantworten an dieser Stelle Experten knifflige Alltagsfragen.

Redaktion: M. Pontius

Wie sage ich einer Freundin, dass sie peinliche Bilder von sich auf Facebook postet?
Sprechen Sie Ihre Freundin in netter Atmosphäre, etwa in einem schönen Cafe, klar, aber konstruktiv auf das Thema an. Bringen Sie Beispiele von Bildern, die Ihnen aufgefallen sind: "Auf mich wirkst du auf den Fotos älter als in Wirklichkeit, das würde ich nicht posten." Fragen Sie Ihre Freundin auch, ob Sie solche Ratschläge von Ihnen möchte. Vielleicht ist es ihr auch egal, dass Sie auf den Fotos nicht vorteilhaft aussieht. Im Idealfall können Sie auch über den Look schmunzeln und das nicht so wichtig nehmen. Wahrscheinlich wird sie bei zukünftigen Posts achtsamer sein.

Ingo Ostgathe, Psychologe und Persönlichkeits-Coach"
 

--- Zitat-Ende, Seite 16, Ausgabe 25/216 der Zeitschrift freundin ---

Interview Magazin "ZEITjUNG"

12 Fragen, 12 Antworten - Muss mich mein Beruf glücklich machen?

Lesen Sie das aktuelle Interview vom Online-Maganzin "ZEITjUNG" zum Thema: "Muss mich mein Beruf glücklich machen?"
Das Interview fand hier in der Praxis statt und wurde von Dajana Kollig geführt.

Zum Lesen, hier klicken!

FAQ

Einleitung

„Normalerweise stelle ich hier die Fragen“, sagt Ingo Ostgathe und lacht. Der Psychologe aus München hat sich auf den Bereich berufliches Coaching spezialisiert. Er berät Menschen, die in ihrem Berufsleben nicht mehr weitermachen wollen oder können. ZEITjUNG hat mit ihm über das Arbeiten gesprochen, darüber, warum es so häufig unglücklich macht, und was man daran verändern kann.

Zuletzt aktualisiert am 22.12.2019 von Ingo Ostgathe.

Wie kamen Sie dazu, sich auf berufliches Coaching zu spezialisieren?

Ich habe erst Elektrotechnik studiert. Dort habe ich zwar positives Feedback bekommen, aber immer gemerkt, dass mich eigentlich etwas anderes begeistert. Menschen haben mich schon immer interessiert, aber ich dachte immer, dass es jedem so geht. Als ich dann gemerkt habe, dass es nicht so ist, habe ich mich für Psychologie eingeschrieben. Jetzt, wenn ich abends nach Hause komme, bin ich zufrieden mit dem, was ich den Tag über geleistet habe. Da ich es aus eigener Erfahrung kenne, weiß ich, wie es ist, wenn man an seinem Beruf zweifelt. Man beginnt zu grübeln. Dabei hilft diese Selbstreflektion wenig bis gar nicht, man sieht sich immer wieder den eigenen Film an, schaut immer wieder in die eigene Lebensbiografie zurück und findet sich da aber nicht in der Version, die man gerne hätte. Aus diesem Grund ist es für den Einzelnen alleine so schwierig, eine Lösung für berufliche Schwierigkeiten zu finden. Es gibt aber Tools, die jemandem ermöglichen, Wege aus seiner Lage zu finden. Auf diese konzentriere ich mich dann mit den Menschen, die zu mir kommen und sich Hilfe holen.

Zuletzt aktualisiert am 22.12.2019 von Ingo Ostgathe.

Was ist ihrer Erfahrung nach der Grund, warum Menschen unzufrieden mit ihrem Beruf sind?

Das mag jetzt nach Psychologen-Klischee klingen, aber ein wichtiger Grund ist natürlich die Kindheit. Wir bekommen von klein auf bestimmte Rollenbilder zugeteilt, mit denen wir uns vielleicht gar nicht identifizieren können. Außerdem benötigt man Vorbilder, an denen man sich orientieren kann.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist unser Schulsystem, das eher nach konformer Leistung als nach individueller Entwicklung strebt. Kinder sollen in allen Fächern gut sein. Eigentlich würde es mehr Sinn machen, zumindest aus meiner Sicht, das Kind in seinen jeweiligen Stärken zu fördern. Man lernt also von klein auf, fremden Zielen hinterherzulaufen und nicht auf sich selbst zu hören. Das führt im Laufe des Lebens häufig zu Unzufriedenheit.

Zuletzt aktualisiert am 22.12.2019 von Ingo Ostgathe.

In welchem Alter kommen die meisten Leute zu Ihnen?

Mir fallen drei Phasen auf. In der Schulzeit findet die erste Orientierung statt, diese ist noch stark von den Elternwünschen geprägt. Meistens kommt der zweite Schwung, wenn man auf die 30 zugeht. In diesem Alter haben die Meisten bereits einen festen Job, in dem sie sich auch halbwegs wohlfühlen. Dennoch fragen sich viele: War es das jetzt? Der nächste Umbruch kommt dann, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Mit 50 kommen viele Menschen an den Punkt, ihr bisheriges Leben zu hinterfragen, sowohl beruflich als auch privat.

Zuletzt aktualisiert am 22.12.2019 von Ingo Ostgathe.

Woran erkennt man, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann?

Das erste Stichwort hierzu ist vermutlich Anstrengung. Jemand, der jeden Morgen aufsteht und bereits genervt und angestrengt von seinem Tag ist, ist höchstwahrscheinlich unzufrieden mit dem, was er tut. Dann gibt es zwei Punkte der Veränderung. Der eine Punkt ist ein schöner Impuls, wenn man Menschen oder Aktivitäten kennenlernt, die einen berühren, die einen begeistern. Durch diesen positiven Eindruck beginnen Menschen, ihr Leben umzukrempeln. In unserer Zeit sind es leider oft äußere negative Symptome, durch die Menschen zum Handeln gedrängt werden. Das können Rückenschmerzen sein, oder Tinnitus, alle möglichen psychosomatischen Beschwerden, die mit Stress zusammenhängen. Wenn der Mensch in dem, was er tut, nicht richtig ist oder sich nicht richtig fühlt, entsteht Stress, und der führt zu körperlicher Krankheit. Dazu kommen auch soziale Faktoren, man verliert Freunde oder Partner und wird einsam. Dieser negative Druck führt auch zur Veränderung.

Zuletzt aktualisiert am 22.12.2019 von Ingo Ostgathe.

Was raten Sie solchen Menschen?

Hier spielt es eine wichtige Rolle, in welchem Stadium sich jemand befindet. Ist jemand schon im Burn-Out, dann leidet derjenige unter Schlaflosigkeit, Zynismus oder Energielosigkeit. In solchen Fällen muss man medizinisch agieren, da geht es zunächst um eine psychische Stabilisierung, um wieder Energie zu gewinnen. Bei jemandem, der die Energie noch hat, kann man konkret vorgehen. Zunächst fokussiert man sich auf eine Bestandsaufnahme: Was macht jemandem Spaß, wie sieht es mit dem sozialen Umfeld aus? Was sind Dinge, Gedanken und Aktivitäten, die demjenigen Energie geben? Darauf konzentriert man sich im Coaching, man arbeitet Wege und Methoden heraus, um das Idealbild umzusetzen.

Zuletzt aktualisiert am 22.12.2019 von Ingo Ostgathe.

Also hängt Burn-Out mit Unzufriedenheit zusammen?

Unzufriedenheit im Beruf ist etwas situatives, wenn man beispielsweise mit dem Chef aneinandergerät oder mal genervt ist. Körperlich ist man trotzdem fit. Sobald der Ärger oder eventuelle Kopfschmerzen allerdings anfangen, chronisch zu werden, sobald man sich nur noch über den Job ärgert und auch zuhause nicht mehr richtig entspannen kann, dann bewegt man sich auf einen Burn-Out zu. Hier hat man auch ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt, die Menschen sind permanent im Alarmzustand. Burn-Out hat nichts mit viel Arbeit zu tun, auch wenn es so klingt. Es ist ein ernstzunehmender ungesunder Zustand. Es gibt Menschen, die sind voller Energie und arbeiten den ganzen Tag. Die sind danach natürlich auch mal müde oder genervt, aber deren Normalzustand ist der, dass sie sich von der Arbeit erfüllt fühlen. Burn-Out bedeutet viel Zeit mit hohem Energieverlust zu verbringen.

Zuletzt aktualisiert am 22.12.2019 von Ingo Ostgathe.

Kommen auch Menschen zu Ihnen, bei denen der Wandel nicht freiwillig war?

Natürlich, beispielsweise wenn jemand gekündigt wurde und dann vor der Frage steht, wie er weiter vorgehen soll. Häufig kommen auch junge Väter zu mir, die Hilfe brauchen, um ihr Berufsmodell an ihr neues Familienleben anzupassen.

Ich würde nie jemanden unterstützen, dessen Ziel leistungsgetrieben ist. Mein Hauptaspekt ist es, zu entscheiden, ob jemand nach der Veränderung seiner Spur glücklicher ist, ob er danach mehr Lebensqualität hat, als davor. Viele gehen leider den umgekehrten Weg und legen Karriere- oder Gehaltsvorstellungen vor ihr Lebensglück. Dabei ist es das Entscheidende, zu reflektieren, wie es einem gehen würde, wenn man das erreicht hat, wo man hinmöchte.

Zuletzt aktualisiert am 22.12.2019 von Ingo Ostgathe.

Was sind denn Tipps, um sich mit den Veränderungen erstmal abzufinden?

Gut sind beispielsweise Visualisierungsübungen. Die Gedanken auf das zu richten, wo man hinmöchte, nicht auf die Sorgen. Man kann sich auch Vorbilder aus der Interessengruppe suchen, sich einfach möglichst viele Aspekte aus dem zukünftigen Leben ins Hier und Jetzt holen. So kann man den eventuellen Umständen besser begegnen.

Zuletzt aktualisiert am 22.12.2019 von Ingo Ostgathe.

Halten Sie es für realistisch, dass jeder einen Beruf findet, der ihn mit Leidenschaft erfüllt?

Ja. Dafür muss man aber berücksichtigen, dass es immer eine unterschiedliche Auffassung von idealer Balance zwischen Arbeit und Freizeit gibt. Die Vorstellung vom idealen Beruf und von der perfekten Verteilung von Arbeit und Freizeit variiert stark. Nicht jeder, der wenig arbeitet, ist per se glücklicher.

Zuletzt aktualisiert am 22.12.2019 von Ingo Ostgathe.

Diese Selbstverwirklichung ist ja heutzutage auch ein Ideal. Halten Sie es für gut, dass jeder danach strebt, sich in seinem Beruf selbst zu verwirklichen?

Ich befürworte dieses Modell. Die Idee, dass ein Beruf nur dazu da ist, um Geld zu verdienen, halte ich für veraltet. Man verbringt circa 8 Stunden am Tag mit seiner Arbeit, die sollte dann auch Spaß machen. Klar gibt es auch immer Anteile, die nicht schön sind, aber damit kann man sich dann anfreunden. Man sollte sich nicht damit begnügen, sein Leben lang zu arbeiten und zu hoffen, dass die eine Stunde Freizeit am Abend alles herausreißt.

Zuletzt aktualisiert am 22.12.2019 von Ingo Ostgathe.

Gab es ein konkretes Beispiel, das Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist?

Bei mir war mal ein 30-Jähriger Mann da. Wir haben eine Wunschanalyse gemacht und er sagte: Ich möchte ans Meer. Kurz darauf widerrief er diese Aussage und meinte, das würde nicht passen. Drei Monate später rief er mich an, er habe ein Jobangebot auf einer Nordseeinsel. Nochmal ein Jahr später haben wir gesprochen, mittlerweile lebt er auf dieser Insel und sagt selbst, er würde nicht mehr zurück wollen. Morgens die Dünen entlang zu laufen, die frische Luft, die Gelassenheit der Menschen. Das ganze Tempo und der Wirkungskreis tun ihm so gut. Wir denken alle oft viel zu inhaltlich, es müsse ein bestimmter Job sein und vergessen dabei, welche Rolle unser Lebensstil spielt. Die Art und Weise, wie wir arbeiten, ist mindestens genauso wichtig, wie das was wir konkret machen. Leider bekommt man das in der Schule selten als Kriterium für die Berufswahl mitgegeben.

Zuletzt aktualisiert am 22.12.2019 von Ingo Ostgathe.

Aber ist es nicht auch manchmal so, dass Depressionen oder Burn-Out das Leben schwarz färbt? Woher weiß man, ob man durch die Lebensumstände unzufrieden ist, oder ob man einfach krank ist?

Ich glaube, dass die Lebensumstände immer auch das Resultat der jeweiligen Person sind. Die Art zu leben und mit Situationen umzugehen, zieht verschiedene Menschen und Situationen an. Vielleicht lebt man beispielsweise in einer großen Stadt, obwohl das Laute, Schnelle überhaupt nicht zu einem passt. Durch solche Dinge kann man enorm viel Energie verlieren, man ist davon überzeugt, so sei die Welt nunmal. Aber so ist sie nicht. Wenn Menschen anfangen, ihren Wünschen nachzugehen und das zu tun, was sie glücklich macht, blühen sie regelrecht auf. Dadurch bekommt man auch seine Energie zurück. Natürlich braucht man auch Energie, um etwas zu verändern. Aber genau an dieser Stelle setzen Therapeuten und Coaches an.

 

Quelle: https://www.zeitjung.de/coaching-berufswahl-karriere-burnout/

 

Zuletzt aktualisiert am 22.12.2019 von Ingo Ostgathe.

Praxis für Coaching, Beratung und
Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz

Dipl.-Psych. Ingo Ostgathe
Schönfeldstr. 19

80539 München

Telefon: 089 / 452 489 35
E-Mail: praxis@ingo-ostgathe.de

Video-Sprechstunde

Hier geht's zur Videosprechstunde

Sprachen: Deutsch und Englisch

Für Seminare:
Hotel Ammi

Billerberg 1
82266 Inning a. Ammersee